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Mountainbiken
auf der Ostalb
und in den Alpen
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Um die Reiteralpe
Ramsau - 06.06.2010
Da die Tour „Um die Reiteralpe“ als das
Highlight im Berchtesgadener Land beschrieben wird, ließen wir uns es nicht
nehmen, auch diese Runde unter die Stollen zu nehmen. Insgesamt sollten es
ca. 55km und 1.300Hm sein – das sollte als nette Tagestour und
Alpen-X-Training ausreichend sein. Wir sind die Tour von Ramsau aus gegen
den Uhrzeigersinn gefahren, es ist auch die andere Richtung möglich. Nach
der Tour waren wir uns einig, dass unsere Richtung – trotz des heftigen
Schlussanstiegs aus dem Wildental zum Hirschbichl hinauf - angesichts der
Panoramen die richtige war.
Da es am heutigen Tag sehr heiß werden sollte,
sind wir schon ein bisschen früher los. Wir sind auf der Nebenstraße von
Ramsau in Richtung Taubensee und Schwarzbachwacht bergauf geradelt. Durch
die offene Alm mit Kühen war dies am frühen Morgen ohne nennenswerten
Verkehr sehr angenehm. Am Taubensee geht es im Auf und Ab auf schmalem
Schotterweg in Richtung Schwarzbachwacht weiter. Am Parkplatz haben wir dann
noch flüchtig ein Hinweisschild über Brückenarbeiten am Schwarzbach
überflogen (was sich später als Fehler herausstellen sollte) und haben uns
dann in die steile Abfahrt zur Schwarzbachalm gestürzt.
Die Alm liegt sehr
malerisch in einem Talkessel aus dem es dann am Schwarzbach entlang auf
einem wunderschönen Schotterweg in Richtung Unterjettenberg geht.
Am Ende des Schwarzbachtals mussten wir dann
leider feststellen, dass die Brücke hinüber zur Bundesstraße aufgrund
Hochwassers weggerissen war – hätten wir lieber das Schild an der
Schwarzbachwacht genauer gelesen. Es half alles nichts, wir mussten wieder
zurück bis zur Alm und dann steil hoch zur Bundesstraße schieben. Dies waren
dann 8km und ca. 250Hm umsonst – lässt sich am einfachsten unter
„zusätzliches Training“ abhaken...
Endlich an der Bundesstraße gings dann mit
Highspeed bergab in Richtung Unterjettenberg ohne die Abzweigung nach
Oberjettenberg nicht zu verpassen. Jetzt gings in Richtung Kaserne auf einer
Asphaltstraße weiter und am Ende fing die Schotterpiste in Richtung
Aschbach/Reith an.
Die Strecke hinauf bis zur grünen Grenze nach
Österreich ist traumhaft schön und bietet ein wenig Lagofeeling – ich
verglich Teile der Strecke mit der Strecke an der Corna Vecchia. Allerdings
sind die Rampen hier deutlich steiler – 15% sind die Regel, teilweise noch
mehr. Fließt der Aschbach direkt neben der Schotterpiste hat man das meiste
bergauf geschafft. Auf schmalem Pfad geht’s hinüber nach Tirol und
anschließend in rasanter Fahrt hinab nach Reith: Servus im Pinzgau.
Im Pinzgau sind wir dann durch malerische kleine
Weiler wie Reith, Au und Scheffsnoth geradelt. Die Strecke verläuft hier in
ständigem Auf und Ab auf Schotter- und Wiesenwegen durch eine traumhaft
schöne alpenländische Landschaft. Irgendwann radelt man dann an der Saalach
entlang in Richtung St.Martin. An einem Cafe direkt vor dem Anstieg ins
Wildental haben wir uns nochmals mit einem Snack gestärkt und haben dann den
sehr steilen Anstieg (18%) in Angriff genommen. Hat man das Flachstück
erreicht, ist man im Wildental angekommen. Es ist eine Ansammlung von
Bergbauernhöfen inmitten lauter grüner Hügel, im Hintergrund die Felstürme
der Reiteralpe – ein herrlicher Anblick. Es war wohl gerade Heuernte und es
wimmelte auf den Hängen nur so von Menschen, die mit Rechen von Hand das Heu
vom Hang herab holten. Ohne Maschinen ist dies eine ziemliche Schinderei,
hier ist das Bergbauerndasein schon ein hartes Brot.
Aus dem Wildental raus geht dann die sehr steile
Schotterpiste zum Hirschbichl hoch, 600Hm am Stück bei brütender
Nachmittagshitze. Die Rampen mit teilweise mehr als 20% haben wir dann doch
geschoben, da unsere Köpfe schier am Platzen waren.
An einer Kuhtränke haben
wir uns die Köpfe erst mal abgekühlt und die letzten 50Hm bis zum
Scheitelpunkt haben wir dann auch vollends geschafft.
Von nun an wussten wir, es geht ca. 14km nur
bergab am Hirschbichl vorbei durch die malerische Landschaft des
Klausbachtals im Nationalpark. Bei den Mühlsturzhörnern mussten wir
aufpassen, dass wir keine Genickstarre bekamen – so hoch ragen die Felstürme
ähnlich den Dolomiten in den Himmel.
Die Infostelle des Nationalparks haben
wir dann schnell erreicht und am Hintersee vorbei gings dann auf einer
Asphaltsause hinab nach Ramsau, wo wir im Biergarten zuerst ein kühles
Radler genossen und später mit bayerischen Schmankerln unsere Speicher
wieder auffüllten.
Als Fazit muß ich sagen, dass es eine meiner
schönsten Touren war, die ich jemals gefahren bin – sowohl landschaftlich
als auch von der Strecke. Durch die weggespülte Brücke am Schwarzbach hatten
wir zum Schluß 67km und 1.550Hm auf dem Konto.
zur Photo-Gallerie von www.jkibler.de
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